Geburtstag wird Spendenaktion
Richard Jahnke verzichtete auf Geschenke und sammelte stattdessen Spenden für die Kinder-Mahl-Zeit der Diakonie Güstrow.

Richard Jahnke wollte zu seinem Geburtstag etwas tun, das über den Tag hinaus wirkt. Statt Geschenke zu bekommen, bat er Freunde und Bekannte um Spenden für die Kinder-Mahl-Zeit der Diakonie Güstrow – ein Projekt, das Kindern ein warmes, gemeinsames Essen in Gemeinschaft ermöglicht. Was zunächst als kleine Idee begann, entwickelte sich zu einer Welle der Solidarität.
Eine spontane Idee mit Wirkung
„Ich wollte etwas Sinnvolles tun“, erzählt Richard im Gespräch. „Ein kurzer Hinweis auf die Kinder-Mahl-Zeit kam beim Gespräch mit dem Präsidenten der Hansa-Stiftung – und das ließ mich nicht mehr los.“
Die Idee war anfangs überschaubar: Eine kleine Aktion unter Freunden aus Berlin und Rostock, bei der vielleicht 500 Euro zusammenkommen sollten. „Wir dachten, wir feiern einfach und tun gleichzeitig etwas Gutes“, erinnert sich Richard. Doch dann bekam die Sache eine unerwartete Dynamik.
Ein paar Freunde schlugen vor, die Aktion auf Social Media sichtbar zu machen. Schnell war ein Video zusammengestellt – sorgfältig geschnitten, authentisch erzählt, und mit einer klaren Botschaft: Volle Teller für MV.
„Das Video machte plötzlich die Runde“, sagt Richard. „Menschen, die mir in den sozialen Medien folgten, teilten es, spendeten, machten mit.“ Am Ende wurde das ursprüngliche Ziel von 3.000 bis 4.000 Euro weit übertroffen. Die Spenden flossen direkt in die Arbeit der Diakonie, um Mahlzeiten für Kinder in Güstrow und Umgebung zu sichern.
Prominente Unterstützung
Auch bekannte Gesichter wurden aufmerksam: Monchi von Feine Sahne Fischfilet, Finch, Attic109 und die Hinterlandgang teilten den Beitrag und unterstützten das Anliegen öffentlich. „Diese Rückendeckung war unglaublich“, sagt Richard.
Mehr als nur Essen
Für Richard geht es aber um mehr als um Spenden. Ihm liegt das Thema Familie und soziale Begegnung am Herzen: „Wo andere Urlaub machen, haben Kinder Hunger – das darf nicht sein. Es geht nicht immer nur um Armut an sich, sondern darum, dass Familienstrukturen brüchig werden. Gemeinsames Essen ist ein soziales, gemeinschaftliches Ereignis.“
Die Kinder-Mahl-Zeit der Diakonie Güstrow bietet genau das: ein warmes Essen, ein Stück Gemeinschaft und Aufmerksamkeit für Kinder, die sie sonst so gar nicht kennenlernen.
Ein Wunsch für die Zukunft
„Am liebsten wäre mir,“ sagt Richard nachdenklich, „dass es ein solches Projekt gar nicht bräuchte. Aber solange die Armut in Mecklenburg-Vorpommern hoch ist, bin ich froh, dass es Menschen gibt, die sich engagieren. Und ich wünsche mir, dass solche Projekte langfristig ausfinanziert sind – denn Grundversorgung sollte kein Luxus sein.“
Ein großes Dankeschön
Zum Schluss möchte Richard noch eines loswerden: „Ich danke von Herzen allen, die mitgemacht haben – meinen Freunden, den Unterstützern in Rostock, Berlin und überall und vor allem den Menschen, die gespendet haben.“
Wir, die Diakonie Güstrow und insbesondere die Kinder-Mahl-Zeit, sagen Danke für diese tolle Aktion und Danke an allen die Richard und unser Projekt unterstützt haben.
