Unterstützen statt bestimmen – die Arbeit von Charline Teitz

Seit April leitet Frau Teitz das Clara-Dieckhoff-Haus (CDH) und begleitet Menschen mit psychischen Erkrankungen auf ihrem Weg zu mehr Selbstständigkeit.
Frau Teitz ist gelernte Altenpflegerin und arbeitet seit drei Jahren in ihrem Beruf. Seit April dieses Jahres ist sie die Leiterin des Clara-Dieckhoff-Hauses. Zusätzlich zu ihrer neuen Aufgabe als Wohnbereichsleiterin studiert sie Soziale Arbeit, um sich fachlich weiterzuentwickeln.
Im CDH leben Menschen mit psychischen Erkrankungen, die Unterstützung bei ihrer Lebensführung und auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit erhalten. Die Bewohner werden begleitet, - um sie auf ein möglichst eigenständiges Leben vorzubereiten. Ein wichtiger Grundsatz des CDH ist dabei die Selbstbestimmung der Bewohner. Für sie gibt es zahlreiche Assistenz- und Freizeitangebote, diese sind jedoch freiwillig. Die Bewohner entscheiden selbst, welche Angebote sie wahrnehmen möchten, denn Unterstützung soll helfen, aber nicht bevormunden.
Als Leiterin kümmert sich Frau Teitz vor allem um organisatorische Aufgaben. Dazu gehören unter anderem die Zusammenarbeit mit Ämtern, die Personalplanung sowie die allgemeine Organisation der Einrichtung. Zudem verantwortet und begleitet sie den gesamten pädagogischen Prozess des Wohnangebotes. Eine besondere Herausforderung war für sie, sich in ihre neue Position einzuarbeiten, da sie ursprünglich als Altenpflegerin ausgebildet wurde und die Leitungsaufgaben für sie Neuland waren. Besonders schätzt Frau Teitz die Zusammenarbeit mit den Bewohnern und ihren Mitarbeitern, da Ziele nur gemeinsam erreicht werden können.
Am meisten freut sie sich darüber, die Entwicklung der Bewohner mitzuerleben und sie auf ihrem Weg begleiten zu können. Die kleinen Erfolge im Alltag bedeuten ihr dabei genauso viel wie große Fortschritte. Besonders bewegend ist es für sie, wenn ein Bewohner schließlich den Schritt in eine eigene Wohnung schafft. Natürlich gehören auch Rückschläge zum Prozess dazu, doch diese sind für sie ein normaler Teil der Entwicklung. Eine besondere Verbindung zur Einrichtung hat Frau Teitz bereits seit ihrer Kindheit. Ihre Mutter war früher selbst Bewohnerin der Einrichtung, wodurch sie schon in jungen Jahren einen Bezug zum Haus entwickelte.
Für die Zukunft wünscht sich Frau Teitz, weiterhin im CDH arbeiten zu können und dort viele weitere Jahre tätig zu sein. Abschließend betont sie, wie dankbar sie für die Chance ist, die Leitung der Einrichtung übernehmen zu dürfen und sich in dieser Rolle beweisen zu können. Besonders wichtig ist ihr die Überzeugung, Menschen zu unterstützen, ohne über sie zu bestimmen, und ihnen die Möglichkeit zu geben, eigene Erfahrungen zu machen und auch Fehler zuzulassen.


