Ich arbeite seit Juli 2025 in der besonderen Wohnform der Diakonie Güstrow im Haus Kastanienhof. Für mich ist diese Arbeitsstelle etwas ganz Besonderes, denn sie verbindet meinen beruflichen Weg mit meiner persönlichen Geschichte.
Ich bin in Massow aufgewachsen und habe viele Erinnerungen an diesen Ort. Auch später besuchte ich immer wieder an den Wochenenden meine Oma in Massow. Schon während meiner Schulzeit stand für mich fest, dass ich Krankenschwester werden möchte. Der Wunsch, mit Menschen zu arbeiten und sie zu begleiten, hat mich früh geprägt.
In der Schulzeit absolvierte ich mein erstes Pflegepraktikum im Haus Kastanienhof. An diese Zeit erinnere ich mich noch sehr genau – an die Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnbereichs 1, an die Räumlichkeiten und an die besondere Atmosphäre in der Einrichtung. Diese frühen Erfahrungen haben meinen weiteren Weg maßgeblich beeinflusst.
Nach meiner Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin arbeitete ich viele Jahre auf der Intensivstation, später auch auf der psychiatrischen Intensivstation. Die Arbeit war sehr fordernd, verantwortungsvoll und lehrreich. Dennoch stellte ich mir irgendwann die Frage, ob ich diesen Bereich mein ganzes Berufsleben lang ausüben möchte. Die Antwort war für mich klar: Ich wollte raus aus der klassischen Pflege – aber nicht aus dem sozialen Bereich.
Bei meiner Suche nach neuen beruflichen Perspektiven schaute ich gezielt bei der Diakonie Güstrow in Massow. Tatsächlich war es bereits meine zweite Bewerbung und umso größer war die Freude, als es im Juli 2025 geklappt hat und ich meine Arbeit in der Besonderen Wohnform in Massow aufnehmen konnte.
Heute kann ich sagen, dass ich sehr zufrieden bin. Besonders schätze ich das Team. Der offene Umgang miteinander, die Möglichkeit, über Sorgen, Herausforderungen und Themen zu sprechen und die gegenseitige Unterstützung sind für mich ein großer Gewinn im Arbeitsalltag. Ich fühle mich gut aufgehoben.
Die Arbeit mit suchterkrankten Menschen empfinde ich als besonders spannend und bereichernd. Vor allem die Zeit nach der akuten Phase, die Entwicklung der Bewohnerinnen und Bewohner mitzuerleben, sie im Alltag zu begleiten, zu unterstützen und Perspektiven zu fördern, motiviert mich sehr.
Für mich schließt sich mit meiner Tätigkeit in Massow ein Kreis: an einem Ort zu arbeiten, der mich geprägt hat, und in einem Bereich, der meinen Wunsch erfüllt, Menschen nachhaltig zu begleiten. Ich bin dankbar für diese Chance und freue mich darauf, meinen weiteren Weg gemeinsam mit dem Team und den Bewohnerinnen und Bewohnern zu gehen.