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Tag des offenen Denkmals: Schloss Matgendorf

16.09.2026
Michael Brandt und Torsten Ehlers
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Tag des offenen Denkmals in Matgendorf bekam guten Zuspruch Diakonie Güstrow

Ein historisches Denkmal mit sozialer Bedeutung

Das Schloss Matgendorf in der Gemeinde Groß Wüstenfelde ist ein historisches Denkmal mit einer Geschichte, die bis ins 16. Jahrhundert reicht und eine soziale Bedeutung seit den 1930er Jahre hat. Als psychosoziale Einrichtung der Diakonie Güstrow e.V. verbindet es denkmalgeschützte Architektur mit moderner sozialer Infrastruktur und leistet einen wertvollen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration und regionalen Versorgung im ländlichen Raum.

Unter dem diesjährigen Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur" lud der Tag des offenen Denkmals dazu ein, die Verbindungen zu entdecken, die Gesellschaft und Zusammenleben ermöglichen. Das Schloss Matgendorf passt perfekt zu diesem Leitthema: Es ist nicht nur ein architektonisches Zeugnis, sondern auch ein lebendiger Ort der Begegnung und der sozialen Teilhabe.

Der Tag des offenen Denkmals fand am 13.09.2026 statt – und auch das Schloss Matgendorf in dem sich psychosoziale Wohnangebote befinden nahm teil. Besucher konnten hinter die Tür schauen und sich eine Ausstellung zur infrastrukturellen Nutzung des historischen Gebäudes in der Vergangenheit, Gegenwart und die Planungen für die Zukunft ansehen. Planungen deshalb, da der Standort Matgendorf noch nicht langfristig gesichert ist, da man auf politische und kommunale Entscheidungen zur Finanzierung für eine Restaurierung angewiesen ist. Und eine Restaurierung ist zwingend notwendig, da das Schloss in die Jahre gekommen ist und der bauliche Stand für die psychosozialen Einrichtungen nicht mehr den aktuellen Standards entspricht. Das Schloss als Denkmal in Verbindung mit seinen psychosozialen Angeboten kann nur mit gemeinsamen Mitteln des Landes und der Politik erhalten werden. Umso erfreulicher war das große Interesse: Mit rund 30 Gästen habe sich die Öffnung gelohnt, sagt Michael Brandt, Bereichsleiter für Sozialpsychiatrie bei der Diakonie Güstrow e.V. Das Interesse zeigt, wie wichtig solche Einblicke in die Verbindung von Denkmalpflege und sozialer Arbeit sind und auch wie wichtig dieser Standort sein kann.

Wohnen, Assistenz und Betreuung im historischen Ambiente

Denn das historische Schloss bietet Wohnformen für Menschen mit psychischen Erkrankungen – von Pflegewohnbereichen bis zu einer geschlossenen Unterbringung – und folgt dem Leitgedanken der Eingliederungshilfe und gesellschaftlichen Teilhabe. Das Schloss mit seinen Einrichtungen ist fest im Dorf verankert. Durch die Jahrzehnte lange Nutzung als Soziale Einrichtung mit vielen Mitarbeitenden aus der Region sowie der Vernetzung mit den Kirchen und Gemeinden besteht eine enge Anbindung zur Region und zeigt nicht nur eine hohe Akzeptanz in der Region, sondern auch die Bedeutung des Standorts.

Ergänzt wird dieses Netzwerk durch den seit 2011 bestehenden Dorfladen, der an das Schloss und den Einrichtungen angebunden ist und mit Teilhabeleistungen auch durch Bewohnende der Einrichtungen betrieben wird. Hier übernehmen diese unter fachlicher Begleitung Aufgaben wie das Kassieren, kommen so in Kundenkontakt und erleben sich dadurch als wirksam. Der Dorfladen Matgendorf verbindet somit Nahversorgung mit sozialer Teilhabe. Als öffentlich zugänglicher Raum ist der Dorfladen ein lebendiges Beispiel für gelebte Inklusion und ein zentraler Knotenpunkt, der Einrichtung und Dorf auf natürliche Weise miteinander verknüpft.

Der Tag des offenen Denkmals 2026 fand am Sonntag, 13. September, statt und öffnete bundesweit mehr als 6.500 Denkmäler für die Öffentlichkeit. In Mecklenburg-Vorpommern nahmen zahlreiche historische Orte teil, darunter auch das Schloss Matgendorf als besonderes Beispiel für die Nutzung von Denkmalen für soziale Zwecke.

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