Doch geprägt wird das Haus vor allem durch die Menschen, die hier gearbeitet haben und die hier arbeiten oder auch wohnen bzw. leben. Da finden sich von Pflegefachkräften, Einrichtungsleitung, Pflegedienstleitung, Betreuungskräften, Küchenmitarbeitern, Gebäudereinigern und Haushandwerkern Menschen mit sehr verschiedenen Lebensläufen oder auch sehr unterschiedlichen Fachgebieten. Einer von diesen Menschen ist der Hausmeister Michael Maerten. Er hat all diese Entwicklungen von Anfang an und über Jahrzehnte begleitet. Nach 36 Jahren Dienst in der Diakonie geht er in den Ruhestand – und mit ihm ein wertvoller Erfahrungsschatz sowie viele Erinnerungen, die bleiben.
Sehr intensiv hat er zum Beispiel die Coronazeit erlebt. „Logistisch war dies eine sehr herausfordernde Zeit. Abläufe mussten neu organisiert, Schutzmaßnahmen umgesetzt und Materialien wie Handschuhe und Desinfektionsmittel beschafft werden, die zeitweise knapp waren. In dieser Zeit zeigte sich unser besonderer Zusammenhalt hier im Haus“, erzählt Michael Maerten.
Ein weiterer Mensch mit einer sehr persönlichen Geschichte und einer sehr speziellen Bindung zum Haus ist Katrin Otto. Mit 51 Jahren ließ sie sich im Pflegeheim taufen – ein besonderer Moment im und für das Haus. So etwas gab es im Pflegeheim Röbel vorher noch nicht. Katrin Otto fand nach schwierigen Lebensphasen hier Halt, Gemeinschaft und neue Hoffnung. Ihre Taufe wurde zu einem bewegenden Fest voller Wärme und Zuversicht, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Solche Momente sind es, die das Diakonie-Pflegeheim Röbel ausmachen. Sie erzählen von Mut, von Neuanfängen und von einem Miteinander, das trägt. Über die Jahre hinweg entsteht so eine lebendige Geschichte – geschrieben von den Menschen, die hier leben, arbeiten und ihren Weg gehen. Eine Geschichte, die sich jeden Tag fortsetzt und die zeigt, dass ein Pflegeheim weit mehr ist als ein Ort der Versorgung.
Ein Haus, viele Zeiten

Wie alle unsere Häuser, hat auch das Pflegeheim Röbel viele Geschichten zu erzählen von den Menschen, die hier leben und arbeiten.
Seit den 1990er-Jahren befindet sich das Diakonie-Pflegeheim Röbel in einem stetigen Wandel. Mit der Übernahme durch den Diakonieverein Güstrow im Jahr 1991 wurden entscheidende Entwicklungen angestoßen, die das Haus bis heute prägen.
Die Bedingungen waren damals noch schlicht: kleine Zimmer mit Bett und Nachttisch, Toiletten auf dem Flur und eine Beheizung mit Kohle. Das Gebäude wirkte funktional, fast kühl, und erinnerte eher an ein Krankenhaus als an einen Wohnort. Auch technisch lässt sich die Zeit gut ablesen – von der Kohleheizung über Öl und Gas bis hin zum heutigen Blockheizkraftwerk.
Mit dem Neubau im August 1996 begann eine neue Phase. Moderne Zimmer, bessere Ausstattung und später auch das Betreute Wohnen sorgten für mehr Lebensqualität. Nach und nach veränderte sich auch das Erscheinungsbild: Aus weißen Wänden wurden freundliche Farben, aus einem Zweckbau ein Ort zum Leben.



