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Beim Essen ist es egal, woher du kommst – alle müssen essen

18.09.2026
Torsten Ehlers
Karina Schenk, DSG-Küche Matgendorf
Karina Schenk, stv. Küchenleiterin in der DSG-Küche Matgendorf Foto: Jörn Lehmann

Menschlichkeit leben, füreinander da sein, etwas Sinnvolles leisten – das liegt auch den Teams in unseren DSG-Küchen am Herzen.

In den DSG-Küchen in Matgendorf und Malchin geht es um weit mehr als um das bloße Zubereiten von Mahlzeiten. Hier steht der Mensch im Mittelpunkt – sowohl auf dem Teller als auch dahinter. Karina Schenk und Sebastian Karmelita machen deutlich, dass es in ihrer täglichen Arbeit vor allem um Haltung, Miteinander und Verantwortung geht.

„Arbeit ist wichtig, aber die eigene Familie auch“, sagt Karina Schenk, stv. Küchenleiterin der DSG-Küche Matgendorf. Diese Balance spiegelt sich im Umgang im Team wider: Rücksicht, wo es möglich ist, und ein offenes Auge für den Menschen hinter der Aufgabe. Denn jeder bringt seine eigenen Stärken, Schwächen und Lebensumstände mit. Diese Individualität wird nicht nur akzeptiert, sondern bewusst als Teil des Teams verstanden.

Auch wenn der Ton in der Küche manchmal rau sein kann, prägt Herzlichkeit das Miteinander. Es wird nachgefragt, hingesehen und zugehört – gerade dann, wenn es jemandem nicht gut geht. Zwischenmenschlichkeit bedeutet hier auch, füreinander einzuspringen, gemeinsam Lösungen zu finden und Verantwortung zu teilen.

Sebastian Karmelita, Küchenleiter der DSG-Küchen Malchin und Matgendorf, betont: „So vielschichtig wir sind, so vielschichtig sind auch unsere Kunden.“ Essen verbindet – unabhängig von Herkunft, Alter, Religion oder Lebenssituation. Jeder soll und bekommt hier sein Essen. Dafür braucht es Teamarbeit, Ehrlichkeit und auch eine Portion Humor. Denn in einer Küche greift ein Rädchen ins andere – niemand kann diese Aufgabe allein bewältigen.

Besonders wichtig ist beiden der persönliche Kontakt – im Team wie auch mit den Menschen, die versorgt werden. Ein ehrliches „Wie geht es dir?“  kann oft mehr bewirken als jede Routine. Gerade in Zeiten zunehmender Digitalisierung sehen sie darin einen entscheidenden Wert: das echte Gespräch, das Zuhören, das Zulassen anderer Meinungen.
Fehler gehören zum Alltag – entscheidend ist der Umgang damit. Offenheit, Verständnis und der Wille, daraus zu lernen, stehen über Schuldzuweisungen. Und wenn jemand hungrig ist, wird zuerst geholfen – alles Weitere klärt sich danach.

Am Ende geht es um mehr als Wirtschaftlichkeit. Es geht darum, Menschlichkeit zu leben, füreinander einzustehen und etwas Sinnvolles zu schaffen. Denn Essen ist ein Grundbedürfnis – und gleichzeitig ein Ausdruck von Respekt, Fürsorge und Gemeinschaft.

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